Erschei­nungs­formen des tro­ckenen Auges

Tro­ckene Augen ist ein Zustand, bei dem der Trä­nen­film nicht mehr aus­rei­chend vor­handen oder krank­haft ver­än­dert ist.

Tro­ckene Augen ent­stehen im Wesent­li­chen aus zwei Grün­den.

  1. Ein Mangel an Trä­nen­flüs­sig­keit (hypo­vo­lä­misch)
  2. Eine stär­kere Ver­duns­tung des Trä­nen­films (hypere­va­po­rativ) Misch­formen können häufig beob­achtet werden.

In Deutsch­land leiden geschätzt etwa 9 Mil­lionen Men­schen am tro­ckenen Auge.

Tro­ckene Augen und Zusam­men­set­zung der Trä­nen­flüs­sig­keit hängen eng zusam­men

Der Trä­nen­film besteht aus 3 Kom­po­nenten

Der Trä­nen­film besteht aus 3 Kom­po­nenten.

  • Der wäss­rige Anteil, die eigent­li­che Tränen­flüs­sig­keit, stammt aus der Trä­nen­drüse.
  • Der schlei­mige Anteil wird in den Becher­zellen der Bin­de­haut gebil­det.
  • Der ölige, fettige Anteil kommt aus den Lid­rand­drüsen.

Ist die Zusam­men­set­zung des Trä­nen­films nicht aus­ge­gli­chen, gibt es ver­schie­dene Stö­rungen. Fehlt zum Bei­spiel der öligen Anteil, so ver­dunstet der Trä­nen­film viel zu früh. Der Trä­nen­film reißt auf und es gibt tro­ckene Stel­len auf der Horn­haut, das Auge trock­net aus.

Wird zu wenig vom wäss­rigen Anteil des Tränen­films pro­du­ziert, ist eben­falls die Benet­zung der Horn­haut gestört.

Tro­cken Augen zeich­nen sich dadurch aus, dass die Ober­fläche der Horn­haut nicht aus­rei­chend benetzt. Es fehlt die ent­quel­lende Wir­kung der Trä­nen­flüs­sig­keit auf die Horn­haut. Bei einer mehr gequol­lenen Horn­haut werden die Ner­ven­endi­gungen dicht unter der Horn­hau­tober­fläche gereizt. Das Auge tut weh, ist rot, gereizt und tränt.

Rheuma, Oestro­gen­mangel und Umwelt­ver­schmut­zung als häu­fige Ursa­chen für tro­ckene Augen

Die Ursa­che des tro­ckenen Auges kann daher kommen, dass zu wenig Trä­nen­flüs­sig­keit pro­du­ziert wird. Oft ist dann die Trä­nen­drüse erkrankt und bei Rheu­ma­tismus ist die Trä­nen­drüse ent­zündet und pro­du­ziert schlech­ter Tränen­flüs­sig­keit

Bei zu wenig Oestro­gen­bil­dung ist das Gewebe nicht mehr gut durch­saftet. Eben­falls ein Grund, warum die Trä­nen­drüsen nicht aus­rei­chend pro­du­zieren. Selbst zu wenig Flüs­sig­keits­zu­fuhr kann tro­ckene Augen her­vor­rufen.

Viele Medi­ka­mente haben als Neben­wir­kung tro­ckene Augen.

Zahl­rei­che Medi­ka­ment mit Ihren Neben­wir­kungen beein­flussen den Trä­nen­film und trock­nen die Augen aus.

Aber auch Umwelt­vers­chmut­zung in der Luft oder auch Stress beein­flussen den Trä­nen­film.

Bei Über­säue­rung des Kör­pers mit Aus­schei­dung einer sauren Trä­nen­flüs­sig­keit reizt das Auge, die Augen bren­nen. Darüber hinaus verduns­tet der Tränen­film schnel­ler.

Gabe von künst­li­cher Trä­nen­flüs­sig­keit über­sieht die Warn­si­gnale des Kör­pers.

Aus dem Gesag­ten erklärt sich, dass Trä­nen­er­satz­flüs­sig­keit nur das Sym­ptom behan­delt und die Ursa­che völlig unge­klärt lässt. Die Tro­cken­heit der Augen ist ein Signal, dass Stoff­wech­sel­vor­gänge krank­haft ablau­fen.

Tro­ckene Augen erfor­dern die Suche nach dem Grund des Gesche­hens und dem Abschal­ten des krank­ma­chenden Fak­tors.